Daiwa Prorex XR 702LFS
Daiwas Antwort auf leichtes Raubfischangeln. Sensibel, leicht und mit Fuji-Ringen bestückt — ein echtes Upgrade zur Ninja X.
Erster Eindruck
Die Prorex XR ist Daiwas Mid-Range-Serie für Raubfischangler, die mehr wollen als die Ninja X, aber nicht gleich 200+ Euro ausgeben möchten. Die 702LFS-Variante ist das Barsch-Spezialmesser der Serie: 213cm Länge, 5-21g Wurfgewicht, Light/Fast Action. Perfekt zugeschnitten auf Finesse-Techniken.
Beim Auspacken fällt sofort das geringe Gewicht auf. 115 Gramm für eine 2,13m-Rute — das ist beeindruckend. Der HVF Nanoplus Blank fühlt sich knackig an, die Spitze reagiert auf kleinste Bewegungen. Hier merkt man sofort den Unterschied zur Budget-Klasse.
Verarbeitung
Fuji SiC Ringe in einer Rute unter 110 Euro — das ist ein echtes Statement. Die Ringe laufen perfekt, kein Einschneiden der Geflochtenen, minimale Reibung. Allein die Beringung rechtfertigt den Aufpreis zur Ninja X.
Der geteilte EVA-Griff ist Geschmackssache, aber funktional einwandfrei. Die Blank-Touch-Sektion zwischen den Griffteilen sorgt für direkten Kontakt zum Blank — gut für die Bisserkennung. Der Rollenhalter sitzt fest, die Steckverbindung ist passgenau.
Die Wicklungen sind tadellos, die Lack-Beschichtung gleichmäßig. Insgesamt eine Verarbeitung, die man eher in der 150-Euro-Klasse erwartet.
Am Wasser
Am Kanal mit Drop Shot und 7cm No-Action-Shads entfaltet die 702LFS ihr volles Potenzial. Die sensible Spitze zeigt jeden Zupfer, jeden Kontakt mit dem Grund. Barschbisse, die man mit steiferen Ruten schlicht übersieht, kommen hier klar durch.
Mit 7-10g Jigköpfen und kleinen Gummis auf Zander am See funktioniert die Rute ebenfalls hervorragend. Die Fast Action sorgt für präzise Anhiebe, das leichte Gewicht für ermüdungsfreies Fischen. Ein 55er Zander im Drill zeigt: Auch wenn die Rute leicht ist, hat sie genug Rückgrat für mittlere Fische.
Beim Twitchen von kleinen Wobblern bis 8cm macht die Prorex richtig Spaß. Die schnelle Spitzenaktion überträgt jeden Impuls direkt auf den Köder. Die Wurfpräzision ist deutlich besser als bei der Ninja X — engere Spots lassen sich gezielt anwerfen.
Die Grenzen zeigen sich bei Ködern über 18g. Ab da wird der Blank zu weich, Anhiebe kommen nicht mehr sauber durch. Auch für Hecht mit großen Ködern ist die 702LFS schlicht zu leicht ausgelegt.
Was sagen andere?
Die Prorex XR hat sich in der Barsch-Community schnell einen Namen gemacht. Viele Angler sehen sie als "Preis-Leistungs-Tipp des Jahres" für leichtes Raubfischangeln. Die Fuji-Beringung wird durchgehend gelobt.
Besonders positiv wird die Sensibilität bewertet — mehrere User berichten, dass sie vorher nicht geglaubt hätten, wie viel Unterschied eine gute Rute bei der Bisserkennung macht. Einige nutzen die 702LFS auch erfolgreich für UL-Forellen am Bach.
Kritik kommt vereinzelt wegen des geteilten Griffdesigns — manche bevorzugen Vollgriffe. Ansonsten fällt die Bewertung durchweg positiv aus.
Pro & Contra
Pro:
Contra:
Fazit
Die Daiwa Prorex XR 702LFS ist ein echter Barsch-Spezialist mit Zander-Potenzial. Für 80-110 Euro bekommst du eine Rute, die beim leichten Raubfischangeln kaum Wünsche offen lässt. Die Fuji-Beringung, das niedrige Gewicht und die sensible Spitze machen sie zum idealen Werkzeug für Drop Shot, leichte Jigs und Finesse-Techniken.
Wer schwere Köder oder große Hechte fischen will, braucht eine andere Rute. Aber für alles unter 20g ist die Prorex XR ein hervorragendes Upgrade zur Budget-Klasse.
8.2/10 — Top-Preis-Leistung im Light-Segment. Wer Barsch ernst nimmt, kommt hier kaum vorbei.