Wolfgangsee
Salzburg, AT
- ◆Gummifisch 12-18cm für Hecht (Westin Shad Teez, Savage Gear 4Play)
- ◆Schleppwobbler 12-16cm (Rapala Deep Tail Dancer, Salmo Perch)
- ◆Blinker 20-30g für Seeforelle (Toby, Hansen Flash)
- ◆Vertikaljigs 8-12cm für Barsch
- 1Frühmorgens vor den Touristen auf dem Wasser sein - danach wird es voll
- 2Seeforellen entlang der tiefen Kante zwischen St. Wolfgang und St. Gilgen schleppen
- 3Hechte stehen an den Schilfkanten im Fürbergbereich
- 4Kristallklares Wasser erfordert dünne Vorfächer und natürliche Köderfarben
- 5Tageskarten früh reservieren - die Kontingente sind begrenzt
Österreichische Fischerkarte + Reviererlaubnis Wolfgangsee. Boot Pflicht für Raubfisch. E-Motor erlaubt. Limitierte Tageskartenanzahl. Schonzeiten und Fangbeschränkungen streng.
Der Wolfgangsee - Juwel im Salzkammergut
Der Wolfgangsee gehört zu den schönsten Seen Österreichs, und unter der Postkartenoberfläche verbirgt sich ein erstklassiges Raubfischgewässer. Das kristallklare Wasser, Tiefen bis 114 Meter und der alpine Charakter schaffen Bedingungen, die besonders Seeforellen und Hechten zusagen. Das Angeln hier ist ein Privileg - die Karten sind limitiert und begehrt.
Hotspots und Strukturen
Die tiefe Rinne zwischen St. Wolfgang und St. Gilgen ist das Reich der Seeforellen. Hier fallen die Unterwasserkanten steil ab und die Forellen ziehen in 15-40m Tiefe ihre Bahnen. Schleppangeln mit Downrigger oder Bleikerntechnik entlang der Kanten ist die bewährteste Methode. Die Fische folgen den Renken- und Laubenschwärmen.
Im Bereich Fürberg und der südlichen Uferbereiche finden sich Schilfkanten und Flachwasserzonen, die Hecht-Reviere sind. Die Krautfelder in 2-5m Tiefe bieten den Hechten Deckung. Große Wobbler und Gummifische, parallel zur Schilfkante geführt, provozieren Bisse.
Barsche stehen über den steinigen Plateaus in 8-15m und lassen sich mit Vertikaltechnik und Echolot gezielt befischen. Im klaren Wasser des Wolfgangsees sind natürliche Köderfarben und dünne Schnüre entscheidend.
Saisonale Besonderheiten
Das Frühjahr nach der Schneeschmelze bringt frisches, nährstoffreiches Wasser in den See. Die Seeforellen werden aktiv und die Hechte stehen nach dem Laichen noch flach. Mai und Juni sind die besten Monate für einen breiten Artenquerschnitt.
Im Sommer wird der See touristisch stark genutzt. Ausflugsboote und Badegäste schränken das Angeln ein. Frühmorgens vor 7 Uhr oder abends nach 19 Uhr sind die produktivsten Fenster.
Der Herbst ist die Königszeit. Die Touristen verschwinden, das Wasser kühlt ab und die Raubfische werden aktiv. September und Oktober sind die besten Monate für Seeforelle und Großhecht. Die Laubfärbung am See ist ein Bonus für die Seele.
Klares Wasser - andere Regeln
Die Sichttiefe am Wolfgangsee kann über 10 Meter betragen. Das bedeutet: Die Fische sehen den Angler, bevor er sie sieht. Natürliche Köder-Dekore, feine Fluorocarbon-Vorfächer (0.30-0.35mm) und eine ruhige Präsentation sind Pflicht. Grelle Farben und dicke Schnüre verschrecken hier die Fische.