Spree in Berlin
Berlin, Deutschland
- ◆Gummifisch 8-12cm (Keitech Easy Shiner, Lunker City Shaker)
- ◆Jigköpfe 7-14g (moderate Strömung)
- ◆Wobbler 7-10cm (Illex Squirrel, Jackall Squad Minnow)
- ◆Drop-Shot-Finesse-Köder für Barsch
- 1Die Spundwände entlang des Regierungsviertels sind exzellente Zanderplätze
- 2Brückenpfeiler halten immer Barsche - systematisch mit Drop Shot abfischen
- 3Im Treptower Park gibt es gute Uferzugänge für Einsteiger
- 4Abends nach Feierabend sind die Strecken oft voller Angler - früh da sein
- 5Boot-Verleih in Treptow und Köpenick ermöglicht Zugang zu Top-Strecken
Fischereischein Berlin + Fischereierlaubnisschein erforderlich. Erhältlich online oder bei Angelvereinen. Nachtangelverbot. Schonzeiten: Zander 01.01.-30.04., Hecht 01.01.-30.04.
Die Spree in Berlin - Urban Fishing der Extraklasse
Mitten in der Hauptstadt, zwischen Regierungsgebäuden und Clubkultur, fließt einer der unterschätztesten Raubfischflüsse Deutschlands. Die Berliner Spree bietet auf ihrem Weg durch die Stadt eine erstaunliche Vielfalt an Strukturen und einen überraschend guten Raubfischbestand. Urban Fishing at its best.
Hotspots und Strukturen
Die Spundwände im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Jannowitzbrücke sind klassische Zanderreviere. Die senkrechten Wände bieten den Fischen Schutz und die Beleuchtung der Stadt lockt nachts Kleinfisch an, der wiederum die Zander anzieht. Tagsüber sind die Schattenseiten der Spundwände produktiver.
Im Bereich Treptow und Köpenick wird die Spree natürlicher. Schilfkanten, umgestürzte Bäume und flachere Buchten bieten Hechtstrukturen. Der Zusammenfluss von Spree und Dahme bei Köpenick ist ein erstklassiger Spot für alle drei Zielfische.
Brückenpfeiler sind überall in Berlin Barsch-Magneten. Die Mühlendammschleuse, die Oberbaumbrücke und die zahlreichen Brücken in Kreuzberg und Friedrichshain halten alle gute Barschbestände.
Saisonale Besonderheiten
Das Frühjahr nach der gemeinsamen Schonzeit (Ende April) startet oft mit einem Barsch-Feuerwerk. Die Barsche sind dann noch in Schwärmen unterwegs und aggressiv. Ab Mai kommen die Zander dazu, die sich langsam von ihren Laichplätzen zurückziehen.
Der Sommer bringt Herausforderungen: Boots- und Schiffsverkehr stören, das Wasser ist oft aufgewühlt. Dafür sind die frühen Morgenstunden vor dem Trubel extrem produktiv. Die Dämmerungsbisse auf Zander können spektakulär sein.
Im Herbst wird die Spree zum Top-Gewässer. Weniger Bootsverkehr, fallende Temperaturen und aktive Raubfische - die Kombi stimmt. Gummifische in 10-12cm, langsam am Grund geführt, sind die sicherste Bank.
Tipps für Berlin-Angler
Die Berliner Spree ist stark beangelt. Wer die bekannten Spots meidet und die kleinen Nebenkanäle erkundet, findet oft unberührte Strecken mit überraschend gutem Fischbestand. Ein Belly-Boot oder Kajak eröffnet völlig neue Möglichkeiten.