Nord-Ostsee-Kanal
Schleswig-Holstein, Deutschland
- ◆Gummifisch 8-14cm (Keitech Easy Shiner, Lunker City Shaker)
- ◆Jigköpfe 7-14g
- ◆Wobbler 8-12cm (Savage Gear 3D Roach, Salmo Perch)
- ◆Köderfisch auf Grund für kapitale Hechte
- 1Die Weichen (Ausweichstellen für Schiffe) sind absolute Top-Spots
- 2Schiffsverkehr erzeugt Strömung - danach beißt es oft besser
- 3Kanaltreppen und Böschungsfüße systematisch abfischen
- 4Im Winter mit totem Köderfisch auf Grund - Kanalhechte sind oft kapitale Einzelgänger
- 5Die Einfahrten zu den Schleusen in Brunsbüttel und Kiel halten Brackwasserfische
Fischereischein + Erlaubnisschein WSA Kiel-Holtenau. Angeln nur vom Ufer. Kein Bootsangeln. Sicherheitsabstand zum Fahrwasser einhalten. Schonzeiten SH beachten.
Der Nord-Ostsee-Kanal - 98 Kilometer Raubfischparadies
Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist mit 98 Kilometern die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Was viele nicht wissen: Er ist gleichzeitig ein hervorragendes Raubfischgewässer. Die gleichmäßige Tiefe von 11 Metern, die Steinschüttungen an den Böschungen und die zahlreichen Strukturen machen den Kanal zu einem der am besten beangelbaren Gewässer in Schleswig-Holstein.
Hotspots und Strukturen
Die Weichen sind die absoluten Hotspots am NOK. An diesen Ausweichstellen für Schiffe verbreitert sich der Kanal und bildet flachere Randbereiche. Hier stehen Hechte und Barsche in den Übergangszonen zwischen flach und tief. Die Weichen bei Breiholz, Schülp und Fischerhütte sind besonders bekannt.
Die Steinschüttungen an den Böschungen erstrecken sich über die gesamte Kanallänge und bieten Barschen perfekte Jagdreviere. Die Steine reichen typischerweise bis in 3-4m Tiefe, darunter beginnt der ebene Kanalgrund. Genau an dieser Kante stehen die Fische.
Die Bereiche an den Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau sind besonders interessant, da hier Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen. Brackwasserarten wie Meerforelle und Flunder gesellen sich hier zum normalen Raubfischbestand.
Saisonale Besonderheiten
Im Frühjahr sind die Flachwasserbereiche an den Weichen produktiv. Die Hechte stehen nach dem Laichen noch flach und reagieren auf mittelgroße Wobbler und Gummifische.
Der Sommer bringt gute Barschfänge an den Steinschüttungen. Drop Shot und leichte Jigs in 5-8cm sind die fängigsten Methoden. Abends stehen die Barsche oft direkt an der Böschungskante.
Im Herbst und Winter wird der Kanal zum Hecht-Gewässer. Große Einzelhechte von 90cm+ sind keine Seltenheit. Tote Köderfische auf Grund, direkt am Fuß der Böschung ausgelegt, sind dann die beste Methode für kapitale Fische.
Schiffsverkehr beachten
Der Wellenschlag vorbeifahrender Containerschiffe ist enorm. Sicherheitsabstand halten und Tackle sichern. Positiver Nebeneffekt: Die Wellen spülen Kleinfisch aus den Steinpackungen und aktivieren die Raubfische. Die Minuten nach einer Schiffsdurchfahrt sind oft die besten Beißfenster.