Havel bei Potsdam
Brandenburg, Deutschland
- ◆Gummifisch 10-16cm (Keitech Swing Impact FAT, Westin Shad Teez)
- ◆Jigköpfe 10-18g
- ◆Jerkbaits 12-15cm für Hecht (Salmo Slider, Strike Pro Buster Jerk)
- ◆Wobbler 8-12cm (Illex Squirrel, Megabass Vision 110)
- 1Die Schilfkanten am Templiner See sind erstklassige Hechtspots
- 2Zander stehen an den tieferen Rinnen zwischen den Havelseen
- 3Bootsangeln erschließt die besten Bereiche - Verleih in Potsdam und Werder
- 4Welse bis über 2m werden regelmäßig gefangen - schweres Gerät mitnehmen
- 5Die Glienicker Brücke und Umgebung halten überraschend gute Zander
Fischereischein + Fischereierlaubnisschein Brandenburg. Angelkarten beim LAVB oder DAV-Vereinen. Schonzeiten: Hecht 01.01.-30.04., Zander 01.01.-30.04., Wels 01.05.-30.06.
Die Havel bei Potsdam - Seenlandschaft mit Raubfisch-Garantie
Die Havel bei Potsdam ist kein typischer Fluss, sondern eine Kette von Seen, verbunden durch schmale Durchflüsse. Templiner See, Schwielowsee, Jungfernsee - jeder dieser Havelabschnitte hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Raubfischbestände. Die Kombination aus Schilfkanten, Seerosenfeldern, tiefen Rinnen und Strömungsbereichen macht die Potsdamer Havel zu einem der vielseitigsten Raubfischgewässer in Brandenburg.
Hotspots und Strukturen
Der Templiner See ist das Hecht-Revier schlechthin. Die ausgedehnten Schilfgürtel am Ost- und Westufer bieten perfekte Hechtstrukturen. Im Frühjahr nach der Schonzeit stehen die Hechte oft nur wenige Meter vom Schilf entfernt in 1-3m Tiefe. Jerkbaits und Wobbler, parallel zum Schilfrand geführt, provozieren aggressive Attacken.
Der Schwielowsee bietet mit Tiefen bis 8m und seinem Krautbewuchs eine Mischung aus Hecht- und Zanderrevier. Die tieferen Bereiche in der Seemitte halten gute Zanderbestände. Jiggen mit 12-14g Köpfen und Gummifischen in 12cm ist hier Standard.
Die Durchflüsse zwischen den Seen sind Hotspots für alle Arten. Hier konzentriert sich die Strömung und mit ihr die Fische. Barsche stehen in Schwärmen an den Engstellen, Zander nutzen die Strömungskanten.
Saisonale Besonderheiten
Das Brandenburger Frühjahr nach der gemeinsamen Schonzeit (ab Mai) startet mit einem Hechtfest an den Schilfkanten. Die Fische sind hungrig und aggressiv. Ab Juni kommen die Zander dazu, die sich aus den Laichgebieten verteilen.
Im Sommer ist die Havel ein Paradies für Uferangler und Bootsangler gleichermaßen. Die Dämmerungsphasen sind besonders produktiv. Welse werden regelmäßig als Beifang beim Zanderangeln gehakt - wer gezielt auf Wels fischt, sollte entsprechend schweres Gerät einpacken.
Der Herbst bringt die besten Zanderfänge. Wenn das Kraut abstirbt und das Wasser klarer wird, konzentrieren sich die Fische an den verbleibenden Strukturen. Oktober und November sind Topwochen.
Bootsangeln auf der Havel
Ein Boot macht den Unterschied. Die meisten Top-Spots sind vom Ufer aus kaum erreichbar. In Potsdam und Werder gibt es mehrere Bootsverleihe. E-Motor-Angeln in den ruhigen Buchten ist besonders effektiv. Schleppangeln über die Freiwasserbereiche bringt sowohl Hechte als auch Zander.